Der Schallschutz wird in Deutschland in verschiedenen Lärmschutzgesetzen und dem Bundes Immissionsschutzgesetz geregelt. Je nach Art des auftretenden Lärms greift ein anderes Gesetz. Diese regeln den Lärm bei Sportplätzen, Arbeitsstellen, Straßenlärm und Fluglärm. Diese Gesetze und Verordnungen regeln, wie laut zum Beispiel ein Auto oder ein Rasenmäher maximal sein darf. Damit Anwohner nicht zu sehr gestört werden, können Nachtflugverbote und ähnliches verhängt werden.
Schallschutz ist Gesundheitsschutz
Freizeitlärm wird in den Freizeitlärmrichtlinien geregelt. Diese können von dem einzelnen Bundesland verhängt werden. Darin wird geregelt zu welchen Zeiten die Nachbarn den Lärm eines anderen Nachbarn ertragen müssen. Dies betrifft zum Beispiel wie oft eine Party gefeiert werden darf und wie oft gegrillt werden darf. Der Schallschutz ist sehr wichtig, da durch zu viel Lärm verschiedene Krankheiten hervorgerufen werden können. Darunter zählen die Schädigung des Gehöres, die Schädigung des Immunsystemes, Stress und die Schädigung des Herz-Kreislauf-Systemes.
Arten von Lärmschutz
Der Lärmschutz wird in zwei Arten unterschieden. In den passiven Lärmschutz, zu diesem zählen die Maßnahmen die getroffen werden können um ein Haus zu Isolieren. Dafür können die Wände Schallisoliert werden und es können Schallschutzfenster verbaut werden. Bei dem aktiven Lärmschutz geht es darum Fabriken zu isolieren, Autos und Häcksler leiser zu machen und Flugverbote auszusprechen.
Desweiteren wird in den Luftschallschutz und den Körperschallschutz unterschieden. Der Luftschall sind alle Geräusche die von außen in die Wohnung eindringen können. Der Körperschall wird von Waschmaschinen und ähnlichen Geräten verursacht und von Rohrleitungen weiter übertragen. Die Rohrleitungen sollten lückenlos mit Dämmstoffen umschlossen sein. Befestigungsschellen für die Rohrleitungen sind mit Gummipufferung auszurüsten, dadurch sind Geräusche in und durch die Leitung zu vermindern.
wie wird der Schallschutz erreicht?
Damit eine Wohnung möglichst gut Schallisoliert ist, ist es wichtig die Wände zu isolieren, darunter zählen auch die Zwischenwände der Wohnung. Dies trägt dazu bei, Geräusche aus einen Raum nicht in den anderen Räumen zu hören. Die Wände sollten mit Mineralfilzwolle oder Holzwolle isoliert werden. Damit Straßenlärm reduziert wird, sollten Schallschutzfenster verbaut werden. Vor die Fenster können Rolladen angebracht werden. Die Balkonbrüstung sollte aus Schallabweisenden Materialien gefertigt sein. Balkons die sich mit Glasscheiben verschließen lassen, tragen ebenfalls zum Schallschutz bei. Die Türen sollten ebenfalls Schallisoliert sein. Damit die Lärmbelästigung weiter reduziert werden kann, sollten hohe Wohnräume mit einer Zwischendecke abgehängt werden. Unter Laminat und Holzfußböden sollte eine Trittschalldämmung verbaut werden. Diese Trittschalldämmung ist im Baumarkt zu bekommen. Sie kann aus einer geschäumten Folie oder aus Pappplatten bestehen. Auch sogenannte schwimmende Estriche tragen zu einer Trittschalldämmung bei. Treppen und Podeste die an eine Wand grenzen sollten elastisch gelagert sein. Die Wände sollten nicht direkt mit der Treppe verbunden sein, dies kann man erreichen indem man breitere Fugen einbringt und diese mit elastischen Materialien, zum Beispiel Silikon, verbindet. Durch diese Maßnahmen lassen sich Schritte auf der Treppe erheblich abdämpfen.
Wohngebiete werden häufig von Schnellstraßen abgetrennt, damit soll der Straßenlärm etwas abgeschirmt werden. Dies kann durch breite Grünstreifen mit vielen Bäumen und Sträuchern erfolgen oder es werden Schallschutzwände aufgestellt. Durch die Schallschutzwände wird der Schall des Straßenlärms nach oben abgeleitet. Eine Allee trägt ebenfalls dazu bei den Straßenlärm zu mindern